Gigbericht Zürich von Manuela [queen_nessie@hotmail.com]
     


Zürich, Nov 21st, 2003, X-Tra
„Die Tickets hatten wir schon lange gekauft, die Vorfreude war gross und schon bald war es soweit.. Aber dann bekam ich am letzten Mittwoch eine SMS von meiner Freundin. „ech hät 2 gratistickets förs rasmus konzärt (gäschtelischte)..“ (Ich denke das versteht man, oder?) HAMMER... Wir 2 auf der Gästeliste beim The Rasmus Konzert im X-TRA in Zürich. Den restlichen Abend hüpfte ich in der ganzen Wohnung rum (wohlgemerkt mit einem HOLLAND-Schal, weil an diesem magischen Abend auch noch der Match Holland-Schottland (6:0, Ruud, Ruud, Ruud van the man *g*) lief...=) und konnte nur noch die Worte „Gäschtelischte“ ond „Rasmus Konzärt“ sagen. Ja wie schon gesagt, die Vorfreude war gross, sogar noch grösser (unsere schon gekauften Tickets konnten wir noch an meine Schwester und an ihren Kollegen verkaufen). Freitag, der 21. November war es dann soweit. Zuerst mal raus aus der Schule (zum Lehrer: „Ich muss nach Hause, mir ist sooooo schlecht... blablabla), schnell zu mir nach Hause Mittag essen, dass nötigste einpacken, Mutter beruhigen „jaja, Mam, wir gehen dann direkt nach der Schule ans Konzert“ HAHA, Schule..HAHA... Schnell mit dem Bus nach Luzern, am Bahnhof noch einen Fotofilm kaufen und ab in den Zug nach Zürich... ca. 50 min später sind wir da angekommen... Als erstes haben wir uns mal erkundigt wie wir am besten zum X-TRA kommen. Na, die Zürcher waren auch schon freundlicher und wir blieben ohne Auskunft. Was solls, erst mal ins Style-Lokal „Nachtflog“. Dann ein bisschen „lädälä“, im Coop was essbares besorgen und zurück zum Bahnhof. Mittlerweile wussten wir sogar wie wir zum X-TRA kommen, also machten wir uns mal auf den Weg. Es war jetzt ca. 17.00 Uhr. Beim X-TRA angekommen stellten wir mit Schrecken fest, dass schon einige Teenies vor den Türen auf die Türöffnung (19.00 Uhr) warteten. Nee, dass ist nichts für uns, also hockten wir mal gemütlich hin, assen unseren Proviant auf und überlegten uns ob wir kreischend zu den sitzenden Teenies rasen sollten mit der Meldung The Rasmus sei vorgefahren und sie so von der Tür wegzulocken. Aber irgendwie waren wir fast am Boden angefroren und wir beschlossen ins X-TRA Restaurant zu gehen. Gesagt, getan. War ziemlich kuul da drin. Aber so etwa um 18.30 Uhr fanden wir dass es an der Zeit war sich wieder mal draussen blicken zu lassen. Vergeblich suchten wir nach einem VIP/Gästeliste Eingang. War ein bisschen enttäuschend. Na auch egal. Die Schlange von kreischenden Teenies war ziemlich gewachsen, darum mogelten wir uns so gut es ging durch (jaja, ich weiss dass ist gemein, aber was solls). Ja plötzlich ging das grosse Kreischen los. Ich rückte mal aus der Reihe um zu sehen was los war, wir dachten nämlich dass die Fordersten ev. einen Fuss oder eine Hand von einem Rasmus-Mitglied zu sehen bekommen hatten, und sich desswegen nicht mer einkriegen konnten. Ich lag falsch, nur noch knapp kam ich zu Pasci (meine Konzert-Kollegin und eine meiner besten Freundinnen =) zurück bevor wir von den Gattern rechts und Fans links eingequetscht wurden. Ja, die Türen waren geöffnet. Wir schafften es sogar durch die Tür zu kommen ohne grössere Verluste. Als der Securitas unser Billet sehen wollte, sagten wir schön triumphierend: „mer send of de Gäschtelischte“ und ernteten bewundernde Blicke von anderen Konzertgängern (oke, dass ist jetzt vielleicht ein wenig übertrieben.. *g*). Der Securitas jedenfalls schickte uns zu ner Frau mit einer Liste in der Hand auf der zwei Namen durchgestrichen wurden. Juhuu, wir sind drin!!! =) Sogar ohne dass mein geliebter oranger Da Kine Rucksack durchsucht wurde. Ja, die Schweizer sind sehr vertrauenswürdig. Also ich hätte von ner Kettensäge über eine Handgranate zu einer Badeente so ziemlich alles reinschleppen können. Habe ich aber nicht. Wir haben sogar noch extra alle unsere Ice Tea und Wasserflaschen in einem Gebüsch draussen platziert! Ja auf jeden Fall, waren wir drin. Boah... sah noch ziemlich edel aus, im X-TRA. Zuerst gingen wir mal zur Garderobe. Schal ond Pasci’s Pulli quetschten wir in meinen Rucksack rein, und mein Pulli, meine Jacke und Pascis Jacke verarbeiteten wir sorgfältig zu einem Kleidungsstück, damit wir nicht mehr zahlen müssen. Aber nein, wir durften alles wieder auseinander nehmen und für jedes Kleidungsstück einzeln zahlen. DANKE! Ausbeuterei ist das! Egal, wir sind ja gratis ans Konzert gekommen. HeHeHe... =)
Jedenfalls nach der Abgabe unserer Jacken und Pullis und Rucksäcke und so, kam der weibliche Instinkt zum Vorschein... ja wir mussten aufs Klo. Wie immer war auf dem Frauen-Klo ne ellenlange Schlange vorzufinden, also beschlossen wir halt aufs Männerklo zu gehen. Ist ja nichts neues mehr. Nachher kamen wir dazu den Rasmus-Fan-Stand zu bewundern. Man konnte, Rasmus T-Shirts kaufen (Fr. 30.-, ca. 19 €), Rasmus Pullis (Fr. 40.-, ca. 25 €) und Posters (Fr. 15.-, ca. 9,5 €). Alles ziemlich überteuert wie wir fanden (denn wir hatten noch sage und schreibe 60 Rappen) und wir beschlossen lieber unsere Beziehungen spielen zu lassen, als den ganzen Kram selbst zu kaufen. (Beziehung, die Beziehung die uns auch die ganze Gästeliste-Geschichte ermöglichte).
Nachdem wir den unteren Stock abgecheckt hatten, gingen wir mal die Treppe rauf in den Konzertsaal. Sah auch nicht schlecht aus. Vor der Bühne war schon ne kleine Ansammlung von Teenies. (ehm Teenies, damit meine ich die Alternative Rock/Pop/Punk Girlies, mit Anarchie-Zeichen auf den Rucksäcken und Che Guevara T-Shirts... ;) Wir sassen mal am Rand auf den Boden. Der ganze Raum wahr ziemlich gross, am anderen Ende, also gegenüber von den Eingängen war die Bühne, und an den Seiten und hinten (wo die Eingänge waren) war noch ne Galerie, da konnte man auch rauf. Aber wir wollten ja Fotos schiessen und für das mussten wir uns voll in die Menge wagen. Also schlichen wir uns mal langsam an die Menge ran, die innerhalb der fünf Minuten die wir da am Rand verbracht haben ganz schön gewachsen ist. Wir schoben uns durch die hintersten Reihen und kamen bald zu einer Blockade wos einfach nicht mehr weiterging. Glücklicherweise kam dann die Vorgruppe „Trapt“ (kuul, eh??) auf die Bühne und es wurde gekreischt und rumgeschupst. Schwups, waren wir drei Reihen weitervorne. Die Vorgruppe war auch ziemlich kuul, was ich aber schon vorher wusste. (Aber ich wusste nicht dass sie die Vorgruppe von the Rasmus sind). Ja als Trapt dann von der Bühne verschwand, wurde die Aufregung immer grösser und das Gedränge auch. Aber immerhin waren wir nur noch 3 Reihen von der Bühne entfernt. (Keine Ahnung wie wir dass fertiggebracht haben, plötzlich waren wir einfach da!!) Aber Hoffnung ganz nach vorne zu kommen hatten wir keine mehr, brauchten wir auch nicht, wir waren ganz zufrieden mit dem Platz den wir hatten. War ja nur ca 2-3 Meter von der Bühne weg. Ja dann wurde das Rasmus Logo, Banner, Hintergrundbild oder wie auch immer runtergelassen und die Menge tobte als ob the Rasmus selbst schon auf der Bühne stehen würde... Wir fragten uns da mal wies erst sein wird, wenn sie dann wirklich kommen. Ja, ca. 10 oder 15 Minuten später wussten wir es.. Es war Ohrenbetäubend. Mein Arm, mit dem ich den Fotoapparat hielt, war langsam eingeschlafen, weil ich ihn so ziemlich nicht mehr bewegen konnte. Aber irgendwie schaffte ich es ihn nach oben zu reissen und ein paar erste Fotos zu knipsen. Ja, runter brachte ich den Arm dann aber nicht mehr und er blieb ca. mal eine Stunde lang oben. Autsch, langsam tat er weh. Also begonnen haben the Rasmus (wie glaube ich überall) mit „First Day Of My Life“. Aber das meiste wurde mit ewigem gekreische Überstimmt. Och, shut up! Ja, Pasci und ich, wir sind da eher konservativ. Also, rumkreischen war nicht so unser Ding. Bringts ja echt nicht. Ausser man will nen Tinitus vom kreischen und nicht von der lauten Musik. Egal, aber ganz ehrlich gesagt weiss ich die Reihenfolge der darauf folgenden Liedern nicht. *schäm* Aber ich hatte halt besseres zu tun, als auf die Reihenfolge zu achten. Zum Beispiel musste ich schauen dass ich auch immer genug Luft bekomme (mit 1.60 zählt man halt nun mal zu den kleineren), meine Fotoapparat nicht verliere, meine Hosen anbehalte (sie hatten einen ziemlich lockeren Bund), dass mir niemand meine Möchtegern-Halbfertigen- Dreadlocks ausreisst (autsch), und natürlich musste ich Lauri im Auge behalten und immer wieder mal ein Foto schiessen. Leider gelang es mir fast nur von Lauri Fotos zu machen, ich wollte ja unbedingt ein paar Fotos von Aki, aber da er immer da hinten an seinem Schlagzeug hockte, konnte ich ihn nicht gut fotografieren (an dieser Stelle rufe ich alle auf, die ein Aki-Foto besitzen mir zu mailen. Ich weiss, ihr denkt „ja im Internet hats ja wohl genug Aki-Fotos“, aber ein Original Foto (oder von mir bezahltes Nachbestelltes Foto) ist halt trotzdem besser. Also mailt mir doch: queen_nessie@hotmail.com DANKEEEEE) ja und natürlich musste ich auch immer mitsingen. Desswegen bin ich hoffentlich entschuldigt was die Reihenfolge der Lieder betrifft. Irgendwann wurde dann so eine Lichterwand runtergelassen (ich kann mich nur erinnern dass sie bei „Time To Burn“ schon da war). Ja und wenn dann alle Lichter auswaren, also die Scheinwerfer und nur die Lichterwand blinkte und leuchtete, sah dass so ziemlich geil aus! =) Und als dann auch mal Wasserflaschen in unsere Richtung wanderten waren wir mehr als glücklich. Da die Schweizer ziemlich sozial sind, bekamen so mehr oder weniger alle was davon ab. Als dann „Not Like The Other Girls“ angesagt wurde, drehte ich voll durch, weil das Lied ja wohl einfach echt der Hammer ist. Langsam bekam ich fast Mitleid mit Aki, wisst ihr, ihr müsst euch mal vorstellen, Lauri kann rumhüpfen wie er will, Pauli kann es und Eero kann es auch. Aber Aki, der muss die ganze Zeit da hinten sitzen und darf nicht rumspringen. Oke, Trost ist, dass Schlagzeug einfach das geilste Instrument ist. Lauri leistete ihm dann während dem Gitarren Solo ein wenig Gesellschaft und zündete sich eine Zigarette an, was dann auch noch ganz kuul ausschaute als am Ende des Songs alle Lichter auslöschten. Ja nachdem wir so ca. 20 Fotos geschossen hatten, beschlossen wir uns mal langsam aus der Menge zurückzuziehen, weil es wurde echt zuviel des Guten. Da inmitten des Gedränges, ums Überleben kämpfend, konnten wir die Musik ja gar nicht richtig geniessen. Also schoben wir uns mal nach hinten. Ganz hinten angelangt, gingen wir mal raus auf die Treppe und bemerkten dass wir wirklich „pflötschnass“ (tropfnass) waren. Wähhhh... aus Angst uns zu erkälten (und etwas zu verpassen) rannten wir zurück in den Saal wobei wir bemerkten dass wir auch von ganz hinten eine prima Sicht hatten, weil der Saal wirklich nicht sooo lang war! Das war natürlich voll edel. Als dann Eero uns seine Deutsch-Kenntnisse vorführte (oke, schweizerdeutsch konnten wir ja nicht erwarten...*g*) und alle längst errieten dass der nächste Song „In The Shadows“ ist, drehte die Menge (und wir da hinten) ganz durch. Es wurde gehüpft und gesprungen. Auch bei „In My Life“ sah die Situation ähnlich aus. Es war einfach G-E-I-L! Aber irgendwann wars dann halt soweit, alle vier standen vorne an der Bühne, warfen ihre Schweissnassen Handtücher in die Menge, und verschwanden von der Bühne... um dann kurze Zeit später mit „Funeral Song“ und den Worten „I hope you are ready to die“ auf die Bühne zurückzukommen. Es kamen noch zwei weitere Zugaben und dann wars dann endgültig zu Ende... *sniff*. Oke zu Ende wars im X-TRA noch lange nicht, es war noch ne Rock-Party, aber wir mussten schauen dass wir noch nen Zug zurück nach Luzern kriegten. Also begaben wir uns mal runter zu der Garderobe (wo wir natürlich prompt am falschen Ende anstanden) um unser Zeugs zu holen. Mein geliebter oranger Da Kine Rucksack... ahhhh. Wir blieben noch ne Weile sitzen und hofften unsere „Beziehung“ vorbei laufen zu sehen und dass sie noch ein Date mit the Rasmus selber hat und uns mitnehmen will (es ist nämlich schon so, dass diese „Beziehung“ the Rasmus kennt), aber dass war nicht der Fall. Oke, erwartet haben wir es eigentlich auch nicht. Aber Pasci und ich, wir sind halt beide ziemliche Träumer... =)
Ja so ca. um viertel vor elf machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof, der zum Glück nicht so weit weg vom X-TRA ist. 10 nach Elf sassen wir dann glücklich und mit einem Fotoapparat voller Lauri Fotos im Zug zurück nach Luzern. Aber in Luzern angekommen dachten wir nicht ans heimgehen, forget it.. weiter gings „e d’schüür“... aber dass interessiert hier keiner, glaube ich!
Alles in Allem, fand ich das Konzert der absolute Hammer (oder Schraubenzieher), aber... (es geht halt nicht ohne aber) aber, fand ich es echt Schade, dass sie nicht live gesungen haben. Ohhh, ja, bei euch in Deutschland haben sie wahrscheinlich überall live gesungen, bei uns nicht. Doch, „Funeral Song“ hat Lauri live gesungen, und da glaubten wir auch den Grund zu erkennen, wieso es sonst nicht live war... er klang ziemlich heiser und erkältet...
Aber ich denke dass nächste Mal, hoffentlich schon bald und im Hallenstadion Zürich, wird’s live sein... =)
Aber Danke Lauri, Aki, Eero und Pauli für das geile Konzert in Zürich, ich kanns jetzt noch nicht fassen dass ich da war und werde sicher wieder kommen!
(Jetzt hoffe ich nur noch dass die Fotos gut werden, denn sonst... argh...)
Ja und ich möchte mich auch noch entschuldigen für die nicht vorhandene Grammatik (ist halt einfach nicht mein Ding) und die Wörter die halt vielleicht nur auf „Schweizerdeutsch-Deutsc h“ existieren. Aber ich denke alles in Allem sollte es verständlich sein.“